Die Diagnose Krebs stellt für viele Menschen zunächst eine existenzielle Bedrohung dar. Belastende Symptome, Befürchtungen und offene Fragen bringen das Alltagsleben aus dem Gleichgewicht und stellen Lebenspläne in Frage.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Funktionsbereichs Psychosoziale Onkologie unterstützen - als Teil der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie - Krebspatienten und deren Angehörige bei der Bewältigung dieser Belastungen.
Sekreteriat
Prof. Dr. Andreas Dinkel
Klinischer Leiter Sektion Psychosoziale Onkologie
| E-Mail: | psychosomatische-ambulanz@mri.tum.de |
| Tel.: | +49 89 4140 4313 |
Die psychoonkologische Unterstützung umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen. In der Psychosoziale Onkologie finden je nach Anliegen eine einmalige Beratung oder eine längere Behandlung statt. Themen sind zum Beispiel der Wiedereinstieg in den Alltag, Gespräche mit der Familie, Lebensqualität, Therapieziele sowie Fragen zu Tod und Sterben. Auch Patientinnen und Patienten mit genetisch bedingten Krebserkrankungen oder entsprechendem Risiko sowie der Umgang mit Nebenwirkungen finden Platz.
Bei Bedarf werden Paar- oder Familiengespräche angeboten. Auch eine Vermittlung an niedergelassene Psychoonkologinnen und Psychoonkologen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten oder Selbsthilfegruppen ist möglich, ebenso eine Behandlung auf der psychosomatischen Station. Ziel ist es, Belastungssymptome zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern.
Während der stationären onkologischen Behandlung geschieht die Betreuung durch das psychonkologische Konsilteam. Der Kontakt zu den Ärzten und Psychologen des Konsilteams kann auf zwei Wegen zustande kommen. Auf vielen Stationen findet ein sogenanntes Distress-Screening statt, d.h. Patienten füllen einen Fragebogen zu ihrem seelischen Befinden aus. Zeigt das Ergebnis eine erhöhte seelische Belastung oder äußern Patienten im Fragebogen den Wunsch nach Unterstützung, wird ein psychoonkologisches Gespräch in die Wege geleitet. Die zweite Möglichkeit ist. dass der Stationsarzt oder die Stationsärztin die Psychoonkologen direkt informiert, die dann in der Regel auf die Station kommen und Kontakt mit dem Patienten aufnehmen. Während der stationären Behandlung geht es häufig um Zuspruch und um die Möglichkeit, Sorgen auszusprechen, aber auch um konkrete Unterstützung bei innerer Anspannung oder Schlafproblemen.
Eine ambulante Betreuung erfolgt in der psychoonkologischen Ambulanz. Diese steht allen Krebspatienten offen, also auch Patienten, die nicht stationär im TUM Klinikum Rechts der Isar behandelt wurden oder deren stationäre Behandlung länger zurückliegt. Angehörige von Krebspatienten können sich ebenfalls vorstellen.